Autorin Katja Hachenberg

Ein Weberschiffchen wird Sie durch meine Seiten führen…

In der Geschichte meiner Familie spielt mütterlicherseits der Name Weber eine große Rolle und vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass das Weben mich seit jeher fasziniert. Ich liebe die schönen Stoffe, wie ich die schönen Texte liebe – die diffizilen textilen Texturen und ästhetischen Gewebe.

Stoff und Sprache sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich. Die Wörter formen, wie die Fäden das Tuch, die Syntax. „Text“ und „Textil“ haben die gleiche Sprachwurzel, die „Weben“ bedeutet.

Die Metaphorik des Fadens und des Webens ist für mein Schreiben in besonderer Weise bedeutsam. Schreiben heißt für mich darauf vertrauen, dass der Faden der Sprache halten wird bis zum letzten Wort, dass er nicht reißt, der Text nicht ins Leere stürzt. Schreiben ist für mich der schicksalhafte Faden des Lebens – der rote Faden, der mein Leben durchzieht, wie auch der seidene Faden, an dem mein Leben hängt. Das Leben „hängt“ am Erzählen als an dem, was Vergangenheit und Zukunft schenkt. Traum und Fantasie, das stellt sich schreibend heraus, sind das Eigentliche, das Wirkliche am Ich. Sind das, was es unbedingt zu schützen gilt.

ERFAHREN SIE MEHR ÜBER MICH!

… bei Literaturport und autoren-bw.de.

Neu:

„Marlen Haushofer, Die Wand und ich.“ Kolumne „Begegnungen“, Panima Verlag, März 2020

„Der japanische Junge“ in „Brückenschlag Deutsch“, Westermann, 2019, S. 26 ff.

Brauchen Tiere eine eigene Ethik? In: Literaturkritik.de, März-Ausgabe

Garten und Gralsburg, Magnetberg und Minnegrotte. In: Literaturkritik.de, Januar-Ausgabe.

„Die kälteste aller Welten …“ Fragen an Schreibende.